Bußgeld – Diese Strafzahlungen drohen und so können Fahrradfahrer sie vermeiden

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Bußgeld – Diese Strafzahlungen drohen und so können Fahrradfahrer sie vermeiden

2019-02-27T11:28:06+01:00 Dienstag, 26. Februar 2019|

Wer sich im Straßenverkehr nicht an die Regeln hält, muss mit Strafen rechnen – egal ob Autofahrer, Fußgänger oder eben auch Fahrradfahrer. Dennoch ist niemand machtlos: Teilweise gibt es Möglichkeiten, solche Bußgeldforderungen zu vermeiden.

Insbesondere in größeren Städten führt die Polizei regelmäßig Verkehrskontrollen an viel befahrenen Straßen durch. Dabei können auch kleinere Delikte geahndet werden: Für freihändiges Fahren beispielsweise beträgt die Strafe fünf Euro. Das gleiche gilt, wenn eine Person auf dem Gepäckträger mitfährt. Wer auf dem Fahrrad ohne Freisprechanlage mit dem Handy telefoniert, zahlt hingegen schon 55 Euro. Die Höhe der Strafen für Fahrradfahrer bemisst sich auch daran, ob sie mit ihrem Verhalten andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder sogar Unfälle verursacht haben.

Punkte in Flensburg und sogar ein Fahrverbot sind möglich

Zunächst einmal hat der Fahrradfahrer natürlich durch sein eigenes Fahrverhalten Gelegenheit, dafür zu sorgen, dass ein Bußgeld gar nicht erst verhängt wird. Daran sollte der Betroffene nicht nur im Sinne der Allgemeinheit Interesse haben: Bei kleineren Verstößen gegen die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StZVO) sind die Strafzahlungen zwar oft relativ niedrig und bewegen sich im Bereich zwischen fünf und 30 Euro. Bei größeren Vergehen werden aber auch die Strafzahlungen schnell entsprechend schmerzhaft.

Wer beispielsweise trotz rot anzeigender Ampel eine Straße überquert und dabei von der Polizei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld zwischen 60 und 180 Euro rechnen. Wie hoch die Strafzahlung tatsächlich ausfällt, bemisst sich an der Dauer, die die Ampel bereits rot war, und an den Folgen des Verhaltens. Beim Überqueren eines Bahnübergangs bei geschlossener Schranke können laut Bußgeldkatalog sogar 350 Euro fällig werden. Darüber hinaus kann es Fahrradfahrern genau wie Autofahrern passieren, dass ihr Verhalten im Straßenverkehr mit Punkten im Strafregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg und in der Folge sogar mit einem Fahrverbot geahndet wird.

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Strafen für Verstöße

Freihändiges Fahren 5 €
Person auf Gepäckträger 5 €
Telefonieren ohne Freisprechanlage 55 €
Rote Ampel (je nach Dauer) 60-180 €
Überquerung Bahnübergang bei geschlossener Schranke 350 €


Zusätzlich können Vergehen duch Punkte in Flensburg und Fahrverbote geahndet werden.

„Niemals sollte man schon an der Unfallstelle die Schuld anerkennen oder gar dahingehende Erklärungen unterzeichnen“, sagt Franziska Klöpf.

Gegen einen Bußgeldbescheid vorgehen

Wird ein Fahrradfahrer von der Polizei kontrolliert, hat er das Recht, zu dem Vorfall zu schweigen. Daraus darf ihm kein Nachteil entstehen. Es kann zum Beispiel sinnvoll sein, von diesem Recht Gebrach zu machen, weil die Sachlage möglicherweise unklar erscheint oder eventuelle Beweismittel, wie Fotos oder Messgeräte, sich später als unzulässig oder nicht ausreichend herausstellen können. Zumindest sollte man es vermeiden, vor Ort schnell und vielleicht sogar ungerechtfertig seine Schuld einzugestehen.

Auch wenn eine Bußgeldforderung bereits erhoben wurde, gibt es noch Möglichkeiten, gegen diese vorzugehen. Abhängig von der Situation und der Höhe der Strafe, ist es teilweise zwar möglich, ein Bußgeld direkt vor Ort per EC-Karte zu bezahlen. Dazu ist aber niemand verpflichtet. Wer sich dagegen entscheidet, erhält einen Bußgeldbescheid per Post an seine Adresse geschickt. Das bietet die Möglichkeit, sich die Sache noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und gegebenenfalls einen Fachanwalt für Verkehrsrecht zu Rate zu ziehen. Ein schriftlicher Einspruch gegen den Bußgeldbescheid muss innerhalb von 14 Tagen bei der zuständigen Behörde eingehen. Meist soll ein solcher Einspruch begründet werden. Ein Verkehrsanwalt kann dazu beraten und einschätzen, ob eine Begründung tatsächlich notwendig ist und wenn ja, wie sie formuliert sein sollte. Auch dann kann es helfen, vorab keine voreiligen Schuldeingeständnisse gemacht zu haben.

(at).
Quellen: Bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog (12. Auflage), Behörde für Inneres und Sport Hamburg

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