Fahrradunfall? Was zu beachten ist!

//Fahrradunfall? Was zu beachten ist!

Fahrradunfall? Was zu beachten ist!

2018-02-06T15:25:25+00:00 Dienstag, 6. Februar 2018|

Die gute Nachricht vorweg: Die allermeisten Fahrten mit dem Rad verlaufen unfallfrei. Auf 435.000 mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer kommt – statistisch gesehen – gerade einmal ein verletzter Radfahrer.

Statistisch gesehen, wohlgemerkt. Denn hat es einen erst einmal erwischt, interessiert die Statistik herzlich wenig. Dann ist es wichtig, das Beste aus der Situation zu machen bzw. noch größeres Unheil abzuwenden. Hier kannst du lesen, was du noch am Unfallort unbedingt beachten solltest.

Zu allererst: Ruhe bewahren und Schlimmeres verhindern

Bei einem Unfall handelt es sich um eine Ausnahmesituation, die uns verständlicherweise schnell aus der Fassung bringt. Um sich einen Überblick zu verschaffen und besonnen zu handeln, gilt zunächst: Ruhe bewahren! Sodann sollte man die Unfallstelle sichern und Erste Hilfe leisten, wenn jemand verletzt wurde. Bei schweren Verletzungen ist unbedingt ein Krankenwagen herbeizuholen.

Im Zweifel die Polizei rufen

Selbst vermeintliche Wehwehchen können sich später als ernsthafte, möglicherweise für immer bleibende Verletzungen entpuppen. Wenn es Verletzte gibt, ist es daher immer sinnvoll, die Polizei zu rufen. Das sichert mögliche Schmerzensgeldansprüche gegenüber dem Unfallgegner. Auch bei größeren Sachschäden oder wenn unklar ist, wer Schuld hat, raten wir dir, 110 zu wählen. Die Polizei nimmt die Daten des Unfallgegners auf und fertigt eine Unfallskizze. Die polizeilichen Ermittlungen können für die spätere Anspruchsdurchsetzung entscheidend sein. Wenn dich die Polizei zu dem Unfall befragt, solltest du lieber nichts sagen. Gerade Fahrradfahrer und Fußgänger stehen nach einem Unfall oft unter Schock oder sind so aufgewühlt, dass sie unbedacht Dinge sagen, die später gegen sie verwendet werden können. Wichtig hierbei: du bist keineswegs verpflichtet, Angaben zu dem Unfall zu machen, selbst wenn dich die Polizei hierzu drängt.

Ansonsten Daten sammeln

Wenn man dennoch meint, auch ohne Polizei klar zu kommen, dann beachte bitte Folgendes: Sind ein oder mehrere KFZ involviert, lass dir den Führerschein des Fahrers und am besten auch seinen Ausweis und Fahrzeugschein zeigen. Hast du weder Stift noch Papier zur Hand, dann mach mit deinem Handy Bilder. Notiere bzw. fotografiere auch die Anschrift und das Kennzeichen des KFZ. Und ganz wichtig: lass dir den Namen des Versicherers und die Versicherungsnummer geben. Denn wenn es darum geht, deine Schadensersatzansprüche geltend zu machen, dann ist es fast immer die KFZ-Versicherung, die zahlt (und die vor allem auch solvent ist).

Und wenn kein KFZ involviert ist?

Ist dein Unfallgegner ein anderer Radfahrer oder ein Fußgänger, dann nimm in jedem Fall seine Personalien auf. Frag auch gleich, ob eine private Haftpflichtversicherung besteht und notiere dir den Namen derselben.
Übrigens, egal, ob KFZ oder nicht: wichtig ist es, Beweise zu sichern, wo du nur kannst: fotografiere Unfallspuren und eventuelle Verkehrsschilder am Unfallort. Mache Zeugen ausfindig und notiere dir deren Namen und Anschrift. Wenn dein Unfallgegner sich die Personalien der Zeugen notiert, vertraue nicht darauf, dass er sie dir später auch zur Verfügung stellt! Im Idealfall fertigst du einen Unfallbericht mit detaillierten Angaben zu Unfallort und Unfallzeit an, den dann alle Unfallbeteiligten unterschreiben. Einem solchen Dokument kommt ein hoher Beweiswert in einem möglichen Gerichtsverfahren zu.
Das hört sich nach ganz schön viel Arbeit an? Ist es auch. Aber bikeright weiß, dass sich die Mühe lohnt. Wir haben schon viele verunfallte Radfahrer gehabt, die auf ihrem Schaden sitzen geblieben sind, obwohl sie keinerlei Schuld am Unfall hatten. Denn vor Gericht zählen nur knallharte