Radunfälle vermeiden

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Radunfälle vermeiden

2018-02-07T11:52:11+00:00 Mittwoch, 7. Februar 2018|

Wie du Fahrradunfälle vermeidest

In Deutschland steigt der Anteil der Radfahrer kontinuierlich an. Die Radler sind zudem immer schneller unterwegs. Auch der Anteil älterer Radfahrer wächst stetig. So erfreulich diese Nachricht eigentlich ist, die Medaille hat auch eine Kehrseite: immer mehr Radfahrer werden Opfer von Verkehrsunfällen. Die schwerwiegendsten Folgen haben dabei Zusammenstöße mit Kfz. Bikeright verrät, was du als Radfahrer in typischen Gefahrensituationen tun kannst, um Unfälle zu vermeiden.

Generell gilt: Verkehrsregeln beachten

Auch wenn es uns manchmal so vorkommt, als seien Verkehrsvorschriften nur dazu da, uns zu schikanieren: viele Gebote wurden tatsächlich erschaffen, um unsere Sicherheit zu erhöhen und verdienen daher durchaus unsere Beachtung: dazu gehört, in richtiger Fahrtrichtung unterwegs zu sein, das Fahrrad ausreichend zu beleuchten, nicht auf dem Fußweg zu fahren und bei Rot an der Ampel zu halten. Übrigens können solche Verstöße nicht nur gefährlich sein, sondern auch richtig teuer werden: für einen Rotlichtverstoß beispielsweise bist du als Fahrradfahrer mit bis zu 180 EURO dabei!

Pkw fährt von einem Grundstück oder aus einer Einmündung

Der „Klassiker“ unter den Unfallursachen: ein Pkw fährt von einem Grundstück oder aus einer Einmündung unachtsam auf die Straße, übersieht dich als Radfahrer und fährt dich um. Derartigen Unfällen kannst du am besten vorbeugen, indem du auf der Fahrbahn fährst. Natürlich nur, wenn dies erlaubt ist. Grundsätzlich gilt aber: es gibt keine Radwegebenutzungspflicht in Deutschland. Du musst einen vorhandenen Radweg nur dann benutzen, wenn dies ausdrücklich durch Verkehrszeichen vorgeschrieben ist (blauer Kreis mit weißem Fahrrad-Piktogramm). Auch wenn es viele Autofahrer ärgert, wenn du als Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs bist: Du siehst selber besser und vor allem wirst du besser gesehen! Wenn du auf einem abgetrennten Radweg unterwegs bist, dann gib darauf acht, dass du in der richtigen Fahrtrichtung fährst.

Abbiegende Fahrzeuge

Eine weitere häufige Unfallkonstellation ist die Kollision zwischen geradeaus fahrendem Radler und abbiegendem Auto. Zwei Drittel der Abbiege-Unfälle ereignen sich übrigens beim Rechtsabbiegen des motorisieren Fahrzeugs. Auch hier trifft fast immer den Autofahrer die Schuld, etwa weil er den obligatorischen Schulterblick vergisst oder schlicht zu schnell fährt. Radler, die auf abgetrennten Radwegen unterwegs sind, wähnen sich hier nur allzu leicht in trügerischer Sicherheit. Sie verlassen sich auf die Vorfahrt gegenüber dem abbiegenden Pkw und verkennen, dass sie oft nicht gesehen werden. Auch hier gilt: rauf auf die Fahrbahn, wenn möglich! Dann wirst du wenigstens gesehen. Wenn du dennoch auf dem Radweg unterwegs bist, dann geh mit der Geschwindigkeit runter und versuche, Blickkontakt zum Autofahrer aufzunehmen. Nur so kannst du sicher sein, dass man dich sieht.

Dooring-Unfälle

Der Albtraum wohl eines jeden Radlers: du passierst ein parkendes Fahrzeug und plötzlich geht die Tür auf. Mit Glück gelingt es dir, noch gerade den Lenker herumzureißen oder rechtzeitig zu bremsen. Klar, es ist eigentlich Sache des Autofahrers, nach vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmern Ausschau zu halten, bevor er aussteigt. Viele vergessen dies aber in der Eile und dann ist das Malheur schnell passiert.

Als Fahrradfahrer hat man es deutlich schwerer, sogenannten Dooring-Unfällen vorzubeugen. In Zeiten getönter Autoscheiben ist es nämlich fast unmöglich, vom Fahrrad aus zu erkennen, ob jemand gerade dabei ist, auszusteigen. Ein Indiz dafür, dass gleich die Fahrertür aufgeht, ist es, wenn der Beifahrer den Wagen verlässt. Ansonsten kannst du nur schauen, dass du ausreichend Abstand zu parkenden Autos hältst und zwar mindestens einen Meter. Das sorgt zwar nicht gerade für Freude bei den anderen Kraftfahrern und kann dazu führen, dass diese dich mit zu geringem Abstand überholen. Dennoch ist die Gefahr durch sich plötzlich öffnende Türen parkender Autos als größer einzuschätzen.