Schmerzensgeld nach einem Fahrradunfall

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Schmerzensgeld nach einem Fahrradunfall

2018-01-29T13:38:13+00:00 Montag, 29. Januar 2018|

Hattest du einen Fahrradunfall und sind die Sofortmaßnahmen am Unfallort erledigt, dann geht es darum, deine Ansprüche durchzusetzen. Generell gilt: gegenüber der Polizei solltest du dich nach Möglichkeit gar nicht äußern, gegenüber dem Unfallgegner und der gegnerischen Versicherung nur mit äußerster Vorsicht. Dass du kein Schuldeingeständnis abgeben solltest, versteht sich eigentlich von selbst. Lass dich auch auf keinen Fall vorschnell zu einer Einigung mit dem Unfallgegner überreden. Hier erfährst du, wozu dir bikeright im Anschluss an deinen Unfall sonst noch rät.

Zu allererst: Dokumentation des Unfalls

Zu Beweiszwecken kann es sehr hilfreich sein, ein sogenanntes Gedächtnisprotokoll zu fertigen. Notiere dir in Ruhe, wie du den Unfallhergang erlebt hast, wer sich wie verhalten und was wann gesagt hat. Meistens empfiehlt es sich, zusätzlich eine Unfallskizze anzufertigen.

Bist du bei dem Unfall verletzt worden, dann hole ärztliche Befunde ein. Diese sind für eventuelle Schmerzensgeldansprüche wichtig, auch und gerade im Hinblick auf mögliche Spätfolgen, also Verletzungen, die aktuell noch nicht abzuschätzen sind und im schlimmsten Fall für immer bleiben. Gerade Dauerschäden werden von den Versicherungen gerne angezweifelt, weil sie sich ganz erheblich auf die Höhe des Schmerzensgeldes auswirken können. Bei Sachschäden solltest du Fotos von den Dingen machen, die durch den Unfall in Mitleidenschaft geraten sind. Also von deinem Fahrrad, deiner Kleidung, deinem Helm etc. Hole ggf. einen Kostenvoranschlag für dein beschädigtes Fahrrad bei einer Fahrradwerkstatt ein. Auch deine Verletzungen solltest du fotografisch dokumentieren. Gerade bei langwierigen Heilungsprozessen raten wir dazu, ein Patiententagebuch zu führen, in dem du täglich einträgst, wie es dir geht, ob du Schmerzen hattest und welche Tätigkeiten du unfallbedingt nicht ausführen konntest.

Die erfolgreiche Schadensregulierung und -abwehr

Kommt ein Verschulden deines Unfallgegners in Betracht, dann solltest du Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche geltend machen. Setze dich hierzu mit der jeweiligen Versicherung in Verbindung. Ist dein Unfallgegner ein Autofahrer, kontaktiere dessen KFZ-Haftpflichtversicherung. Eine solche Versicherung muss in Deutschland jeder Halter eines KFZ abschließen. Wurdest du von einem anderen Fahrradfahrer oder Fußgänger geschädigt, dann nimmt Kontakt zu dessen privater Haftpflichtversicherung auf (sofern vorhanden). Ist dir der Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Weg von der Arbeit nach Hause passiert, dann melde ihn der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Versicherung des Unfallgegners übernimmt übrigens auch deine Anwaltskosten, sofern sie die Schadensregulierung übernimmt.
Macht dein Unfallgegner seinerseits Ansprüche gegen dich geltend, etwa, weil sein Auto bei dem Unfall zerkratzt wurde, dann solltest du den Schaden umgehend deiner privaten Haftpflichtversicherung melden. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob die Forderungen berechtigt sind oder nicht.

Hol dir im Zweifel anwaltlichen Rat

Wer letztlich den Unfall zu verantworten hat, ist für den Laien oft schwierig einzuschätzen, wenn nicht gar unmöglich. In vielen Fällen verteilt sich das Verschulden auf mehrere Unfallbeteiligte, es kommt zu einer Haftungsquote. Eine andere Frage ist, ob du beweisen kannst, wie der Unfall passier ist. Gibt es keine Zeugen und steht „Aussage gegen Aussage“, kann es äußerst schwierig werden, deine Ansprüche durchzusetzen. Aber auch wenn die Schuldfrage geklärt ist, muss geprüft werden, für was Schadensersatz geltend gemacht werden kann. Bei Personenschäden etwa können neben einem Schmerzensgeld noch unfallbedingte Mehraufwendungen, Verdienstausfall oder ein sogenannter Haushaltsführungsschaden entstanden sein. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Erfolgschancen und welche Ansprüche du im Einzelnen hast, solltest du dich unbedingt professionell beraten lassen. bikeright bietet dir gerne ein kostenloses Beratungsgespräch an. Darin helfen dir erfahrene Rechtsanwälte dabei, deine rechtliche Situation richtig zu erfassen und die nächsten Schritte in die Wege zu leiten.